Eine "Hommage à Will Eisenmann" erinnert in Zürich, Luzern und Zug mit Konzerten und einer Ausstellung an den 1934 in die Schweiz übersiedelten deutschen Komponisten. Eisenmann ist 1992 in Schwarzenberg LU gestorben.
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Eine "Hommage à Will Eisenmann" erinnert in Zürich, Luzern und Zug mit Konzerten und einer Ausstellung an den 1934 in die Schweiz übersiedelten deutschen Komponisten. Eisenmann ist 1992 in Schwarzenberg LU gestorben.
Der junge Berliner Pianist Martin Helmchen ist Preisträger des hochdotierten «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award 2006».
Während der vergangenen Tage wurde im Brahms-Saal der Gesellschaft der Musikfreunde Wien das Vorspiel für den «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award» durchgeführt. Die Jury unter dem Vorsitz von Michael Haefliger, Intendant von LUCERNE FESTIVAL, verlieh den Preis einstimmig an den Pianisten Martin Helmchen. Die Preissumme beträgt CHF 75'000.-- und der Preisträger gibt ein Debutkonzert mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen von LUCERNE FESTIVAL, SOMMER 2006.
Martin Helmchen wurde 1982 in Berlin geboren. Von 1993 bis 2000 war er Schüler von Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Seit 2001 studiert er bei Professor Arie Vardi an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Martin Helmchen besuchte Meisterkurse mit Hans Leygraf, Lev Naumov und Vladimir Ashkenazy. 2001 gewann er den berühmten „Concours Clara Haskil“ in Vevey. Seit 2002 ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2004 erhielt er ein „Borletti-Buitoni Trust Fellowship“ und wurde ausserdem mit dem „Prix Young Artist of the Year“ ausgezeichnet.
Erfolgreicher Start der Residenz der LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA in Rom
Gestern Donnerstag Abend, 6. Oktober, begann die Residenz der LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA in der ewigen Stadt. Im Parco della Musica erklang gestern das erste Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit einer hinreissenden Martha Argerich als Solistin. Der Applaus wollte nicht verstummen nach der Aufführung dieses Werkes. Die Solistin bedankte sich für diese Herzlichkeit mit einer Zugabe, ein Werk von Scarlatti.
Nach der Pause ertönte die siebte Sinfonie von Bruckner in der Sala Santa Cecilia im Parco della Musica. Das Publikum verabschiedete das Orchester und den Maestro Claudio Abbado mit stehenden Ovationen.
Verbier-Festival & Academy eröffnet
Im Walliser Bergdorf Verbier begann am Freitag das 12. Verbier Festival & Academy mit einem Konzert des Verbier Festival-Orchesters unter der Leitung von Michael Tilson Thomas.
Im ausverkauften Festivalzelt mit fast 1800 Plätzen eröffnete
Festivaldirektor Martin T. Engström das 12. Festival als das "ekklektizistischste"
seit Bestehen. Jazz, Volksmusik, Film, Lesungen ergänzen das Klassikangebot, das
zudem erweitert wurde. Neben den abendlichen Konzerten im grossen Festivalzelt
finden in der Kirche Kammermusikkonzerte und Rezitals statt. So spielt der
Pianist Garrick Ohlson an acht Abenden sämtliche Klaviersonaten von Beethoven.
Die täglichen Konzerte am Vormittag in der Kirche präsentieren seit je neben den
Stars auch junge Nachwuchskünstler. Dazu kommen "musikalische Spaziergänge" an
denen in freier Natur von Mitgliedern des Orchesters Ständchen dargeboten werden
und öffentliche Proben.
Am ersten Konzert , das mit dem Aufzug der Gäste auf der Wartburg aus Wagners "Tannhäuser" eröffnet wurde, spielte Evgueni Kissin das 5. Klavierkonzert in Es-Dur von Beethoven, wobei er das Gewicht statt auf Heroismus auf Klarheit und feine Abstufungen legte. Besonders eindrücklich gelang ihm der mittlere Satz, den er zu einem überaus fein empfundenen Gesang entwickelte, wobei ihm ein subtil mitgehendes Orchester fast magisch unterstützte.
Michael Tilson Thomas legte die Siebente von Anton Bruckner nicht blockhaft und in Stein gemeisselt an, sondern formte von Anfang an das Material sehr differenziert und mit grösster klanglicher und dynamischer Sensibilität. Dennoch gelangen am Ende des ersten Satzes und am Schluss sehr organisch wirkende Steigerungen, in denen das Blech zu beeindruckender Homogenität gelangte. Holzbläser und Streicher folgten den Intentionen des intelligent und sensibel, auch sinnlich - im gross angelegten Adagio wie im knapperen Scherzo - gestaltenden Dirigenten mit grossem Gelingen. Das Orchester widmete die Aufführung dem Gedenken an einen wenige Tage vor der Premiere tödlich verunfallten jungen Kontrabasskollegen.
Das Festival dauert bis zum 7. August und bringt neben den Orchesterkonzerten mit Dirigenten wie Christoph von Dohnányi, dem 24-jährigen venezolanischen Chef Gustavo Dudamel (anstelle des erkrankten Esa-Pekka Salonen), James Levine (künstlerischer Leiter des Festival-Orchesters) und den Solisten Yundi Li, Nikolaj Znaider, Lynn Harrell, Julian Rachlin und Jean-Yves Thibaudet eine Aufführung des Requiems von Giuseppe Verdi und eine Fülle von Kammermusik mit zahlreichen regelmässigen Gästen des Festivals wie Mischa Maisky, Yuri Bashmet, Thomas Quasthoff, Evgueni Kissin, Dmitri Sitkovetsky, Joshua Bell, Gidon Kremer auch jüngere aufsteigende Sterne wie Jian Wang, Itamar Golan, Ilya Gringolts oder erstmalige Erscheinungen am Festival wie Piotr Anderszewski und Nelson Görner, der neben einem Rezital und Mitwirkung in Kammermusik auch zwei Tage lang den Meisterkurs für Klavier betreut. Damit sind längst nicht alle Namen der alten und neuen musikalischen Gäste von Verbier genannt. Grosse Abwesende in diesem Jahr ist Martha Argerich, die offenbar nach vielen Verpflichtungen und ihrem eigenen Festival in Lugano etwas Erholung nötig hat.
Franz Welser-Möst wird Generalmusikdirektor
Der 44-jährige Oberösterreicher war in der Spielzeit 1995/1996 erstmals als Chefdirigent in Zürich tätig gewesen. 2002 war er zum Chef des renommierten Cleveland Orchestras berufen worden. Ab diesem Zeitpunkt fungierte er in Zürich als Principal conductor.
Sein Engagement in Cleveland wird der neue Generalmusikdirektor fortsetzen. Überhaupt wollen die Zürcher Oper und das amerikanische Orchester im künstlerischen Sektor und im Medienbereich näher zusammenrücken, wie Pereira erklärte.
Welser-Möst tritt seine neue Stelle am 1. September 2005 an. Sein Vertrag läuft bis Ende Juli 2011, wie Alexander Pereira, Intendant des Zürcher Opernhauses, vor den Medien erklärte.
Dirigent Carlo Maria Giulini im Alter von 91 Jahren gestorben
Der Dirigent war seit mehreren Monaten schwer krank. Das Begräbnis wird in Bozen stattfinden, wo sich die Kapelle der Familie Giulini befindet. Giulini galt als ein Meister seines Fachs. Sein ausgeprägter Hang zum Perfektionismus und seine Abneigung gegen glamouröse Auftritte brachten ihm den Ruf des "heiligen Carlo" ein. Er selbst sah sich stets als "Diener der Musik". In Österreich war Giulini als Leiter der Wiener Symphoniker von 1973 bis 1976 tätig.
Komposition von Johann Sebastian Bach in Weimarer Archiv entdeckt
[sda] - Ein Wissenschaftler des Bach-Archivs Leipzig stiess auf das Manuskript. "Es handelt sich um einen spektakulären Fund, ein Gelegenheitswerk erlesener Qualität", sagte der Direktor der Stiftung Bach-Archiv Leipzig, Christoph Wolff.
Die Handschrift gebe Aufschlüsse über die stilistische Entwicklung Bachs, der von 1708 bis 1717 Hoforganist in Weimar war.
Henri Dutilleux mit Siemens-Musikpreis geehrt
Neben seinen ungleich bekannteren Landsleuten Olivier Messiaen und Pierre Boulez, die beide ebenfalls Träger des Musikpreises sind, gilt Dutilleux nach Darstellung der Siemens-Stiftung als "die grosse Einzelpersönlichkeit in der französischen Musik von heute".
Drei Komponisten aus der Region Biel waren am Internationalen Festival für Neue Musik von Krakau (Polen) mit Werken für zwei Klaviere vertreten.
Das Klavierduo Rumen Krumov (Bern/Kiew) und Milena Matewa (Zürich/Sofia) ist vom Festival, das vom Musikologen Jerzy Stankiewicz geleitet wird, für ein Rezital eingeladen worden. In ihrem Programm fanden sich neben Werken der Franzosen Olivier Messiaen, Daniel Lesur und André Jolivet und solchen osteuropäischer Komponisten auch Stücke von Alfred Schweizer („Die Glocken von Ligerz“ und „Greina“) Christian Giger („Musique bleue“) und Daniel Andres (Dialog für zwei Klaviere, Uraufführung).
Das Festival für Neue Musik Krakau ist eine wichtige Plattform für Neue Musik. Zum siebzehnten Mal kamen dort an zwölf Tagen Orchester- und Chorwerke sowie Kammermusik zeitgenössischer Komponisten zur Aufführung.
Muhai Tang wird neuer Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters