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Pressemitteilungen:

Verbier Festival & Academy

Lucerne Festival

  Allgemeine News

neu!  100.Geburtstag des Komponisten Will Eisenmann  neu!

Martin Helmchen  Preisträger des  «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award 2006»

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA in Rom

Verbier-Festival & Academy eröffnet

Franz Welser-Möst wird Generalmusikdirektor

Dirigent Carlo Maria Giulini im Alter von 91 Jahren gestorben

Komposition von Johann Sebastian Bach in Weimarer Archiv entdeckt

Henri Dutilleux mit Siemens-Musikpreis geehrt  

Bieler Komponisten in Krakau

Muhai Tang wird neuer Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters

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100.Geburtstag des Komponisten Will Eisenmann

 

Eine "Hommage à Will Eisenmann" erinnert in Zürich, Luzern und Zug mit Konzerten und einer Ausstellung an den 1934 in die Schweiz übersiedelten deutschen Komponisten. Eisenmann ist 1992 in Schwarzenberg LU gestorben.

 

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Der junge Berliner Pianist Martin Helmchen ist Preisträger des hochdotierten «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award 2006».

 Während der vergangenen Tage wurde im Brahms-Saal der Gesellschaft der Musikfreunde Wien das Vorspiel für den «CREDIT SUISSE GROUP Young Artist Award» durchgeführt. Die Jury unter dem Vorsitz von Michael Haefliger, Intendant von LUCERNE FESTIVAL, verlieh den Preis einstimmig an den Pianisten Martin Helmchen. Die Preissumme beträgt CHF 75'000.-- und der Preisträger gibt ein Debutkonzert mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen von LUCERNE FESTIVAL, SOMMER 2006.

 Martin Helmchen wurde 1982 in Berlin geboren. Von 1993 bis 2000 war er Schüler von Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Seit 2001 studiert er bei Professor Arie Vardi an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Martin Helmchen besuchte Meisterkurse mit Hans Leygraf, Lev Naumov und Vladimir Ashkenazy. 2001 gewann er den berühmten „Concours Clara Haskil“ in Vevey. Seit 2002 ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2004 erhielt er ein „Borletti-Buitoni Trust Fellowship“ und wurde ausserdem mit dem „Prix Young Artist of the Year“ ausgezeichnet.

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Erfolgreicher Start der Residenz der LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA in Rom

Gestern Donnerstag Abend,  6. Oktober, begann die Residenz der LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA in der ewigen Stadt. Im Parco della Musica erklang gestern das erste Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit einer hinreissenden Martha Argerich als Solistin. Der Applaus wollte nicht verstummen nach der Aufführung dieses Werkes. Die Solistin bedankte sich für diese Herzlichkeit mit einer Zugabe, ein Werk von Scarlatti.

Nach der Pause ertönte die siebte Sinfonie von Bruckner in der Sala Santa Cecilia im Parco della Musica. Das Publikum verabschiedete das Orchester und den Maestro Claudio Abbado mit stehenden Ovationen.

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Verbier-Festival & Academy eröffnet

Im Walliser Bergdorf Verbier begann am Freitag das 12. Verbier Festival & Academy mit einem Konzert des Verbier Festival-Orchesters unter der Leitung von Michael Tilson Thomas.

Im ausverkauften Festivalzelt mit fast 1800 Plätzen eröffnete Festivaldirektor Martin T. Engström das 12. Festival als das "ekklektizistischste" seit Bestehen. Jazz, Volksmusik, Film, Lesungen ergänzen das Klassikangebot, das zudem erweitert wurde. Neben den abendlichen Konzerten im grossen Festivalzelt finden in der Kirche Kammermusikkonzerte und Rezitals statt. So spielt der Pianist Garrick Ohlson an acht Abenden sämtliche Klaviersonaten von Beethoven. Die täglichen Konzerte am Vormittag in der Kirche präsentieren seit je neben den Stars auch junge Nachwuchskünstler. Dazu kommen "musikalische Spaziergänge" an denen in freier Natur von Mitgliedern des Orchesters Ständchen dargeboten werden und öffentliche Proben.

Am ersten Konzert , das mit dem Aufzug der Gäste auf der Wartburg aus Wagners "Tannhäuser" eröffnet wurde, spielte Evgueni Kissin das 5. Klavierkonzert in Es-Dur von Beethoven, wobei er das Gewicht statt auf Heroismus auf Klarheit und feine Abstufungen legte. Besonders eindrücklich gelang ihm der mittlere Satz, den er zu einem überaus fein empfundenen Gesang entwickelte, wobei ihm ein subtil mitgehendes Orchester fast magisch unterstützte.

Michael Tilson Thomas legte die Siebente von Anton Bruckner nicht blockhaft und in Stein gemeisselt an, sondern formte von Anfang an das Material sehr differenziert und mit grösster klanglicher und dynamischer Sensibilität. Dennoch gelangen am Ende des ersten Satzes und am Schluss sehr organisch wirkende Steigerungen, in denen das Blech zu beeindruckender Homogenität gelangte. Holzbläser und Streicher folgten den Intentionen des intelligent und sensibel, auch sinnlich - im gross angelegten Adagio wie im knapperen Scherzo - gestaltenden Dirigenten mit grossem Gelingen. Das Orchester widmete die Aufführung dem Gedenken an einen wenige Tage vor der Premiere tödlich verunfallten jungen Kontrabasskollegen.

Das Festival dauert bis zum 7. August und bringt neben den Orchesterkonzerten mit Dirigenten wie Christoph von Dohnányi, dem 24-jährigen venezolanischen Chef Gustavo Dudamel (anstelle des erkrankten Esa-Pekka Salonen), James Levine (künstlerischer Leiter des Festival-Orchesters) und den Solisten Yundi Li, Nikolaj Znaider, Lynn Harrell, Julian Rachlin und Jean-Yves Thibaudet eine Aufführung des Requiems von Giuseppe Verdi und eine Fülle von Kammermusik mit zahlreichen regelmässigen Gästen des Festivals wie Mischa Maisky, Yuri Bashmet, Thomas Quasthoff, Evgueni Kissin, Dmitri Sitkovetsky, Joshua Bell, Gidon Kremer auch jüngere aufsteigende Sterne wie Jian Wang, Itamar Golan, Ilya Gringolts oder erstmalige Erscheinungen am Festival wie Piotr Anderszewski und Nelson Görner, der neben einem Rezital und Mitwirkung in Kammermusik auch zwei Tage lang den Meisterkurs für Klavier betreut. Damit sind längst nicht alle Namen der alten und neuen musikalischen Gäste von Verbier genannt. Grosse Abwesende in diesem Jahr ist Martha Argerich, die offenbar nach vielen Verpflichtungen und ihrem eigenen Festival in Lugano etwas Erholung nötig hat.

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Franz Welser-Möst wird Generalmusikdirektor

Franz Welser-Möst übernimmt den neu geschaffenen Posten des Generalmusikdirektors des Opernhauses Zürich.
Dem Dirigenten wird damit die musikalische Gesamtleitung des Hauses übertragen. Welser-Möst begründete seinen Verbleib in Zürich "mit seinem auf Langfristigkeit angelegten Wesen". Solche Ziele würden in Zürich verfolgt, sagte er. Zudem habe er innerhalb des Zürcher Orchesters eine geheime Abstimmung vornehmen lassen. Dabei habe ihm eine "überwältigende Mehrheit" das Vertrauen ausgesprochen.

Der 44-jährige Oberösterreicher war in der Spielzeit 1995/1996 erstmals als Chefdirigent in Zürich tätig gewesen. 2002 war er zum Chef des renommierten Cleveland Orchestras berufen worden. Ab diesem Zeitpunkt fungierte er in Zürich als Principal conductor.

Sein Engagement in Cleveland wird der neue Generalmusikdirektor fortsetzen. Überhaupt wollen die Zürcher Oper und das amerikanische Orchester im künstlerischen Sektor und im Medienbereich näher zusammenrücken, wie Pereira erklärte.

Welser-Möst tritt seine neue Stelle am 1. September 2005 an. Sein Vertrag läuft bis Ende Juli 2011, wie Alexander Pereira, Intendant des Zürcher Opernhauses, vor den Medien erklärte.

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Dirigent Carlo Maria Giulini im Alter von 91 Jahren gestorben

Der italienische Dirigent Carlo Maria Giulini ist am Dienstagabend im Alter von 91 Jahren gestorben. Der 1914 in der süditalienischen Stadt Barletta geborene und in Bozen aufgewachsene Künstler starb in einer Klinik in der lombardischen Stadt Brescia.

Der Dirigent war seit mehreren Monaten schwer krank. Das Begräbnis wird in Bozen stattfinden, wo sich die Kapelle der Familie Giulini befindet. Giulini galt als ein Meister seines Fachs. Sein ausgeprägter Hang zum Perfektionismus und seine Abneigung gegen glamouröse Auftritte brachten ihm den Ruf des "heiligen Carlo" ein. Er selbst sah sich stets als "Diener der Musik". In Österreich war Giulini als Leiter der Wiener Symphoniker von 1973 bis 1976 tätig.

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Komposition von Johann Sebastian Bach in Weimarer Archiv entdeckt

Eine bislang unbekannte Komposition von Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar entdeckt worden.

[sda] - Ein Wissenschaftler des Bach-Archivs Leipzig stiess auf das Manuskript. "Es handelt sich um einen spektakulären Fund, ein Gelegenheitswerk erlesener Qualität", sagte der Direktor der Stiftung Bach-Archiv Leipzig, Christoph Wolff.

Die Handschrift gebe Aufschlüsse über die stilistische Entwicklung Bachs, der von 1708 bis 1717 Hoforganist in Weimar war.

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Henri Dutilleux mit Siemens-Musikpreis geehrt

Der französische Komponist Henri Dutilleux ist in München mit dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis geehrt worden. Der mit 150 000 Euro (rund 230 385 Franken) dotierte Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen seiner Art.
Der französische Musikwissenschaftler Dominique Jameux würdigte den 89-jährigen Dutilleux in seiner Laudatio als "einen der bedeutendsten französischen Komponisten nicht nur dieses Jahrhunderts, sondern der Geschichte". Seine Musik sei einfach schön, "gleich einem Naturphänomen".

Neben seinen ungleich bekannteren Landsleuten Olivier Messiaen und Pierre Boulez, die beide ebenfalls Träger des Musikpreises sind, gilt Dutilleux nach Darstellung der Siemens-Stiftung als "die grosse Einzelpersönlichkeit in der französischen Musik von heute".

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Bieler Komponisten in Krakau

Drei Komponisten aus der Region Biel waren am Internationalen Festival für Neue Musik von Krakau (Polen) mit Werken für zwei Klaviere vertreten.

Das Klavierduo Rumen Krumov (Bern/Kiew)  und Milena Matewa (Zürich/Sofia) ist vom Festival, das vom Musikologen Jerzy Stankiewicz geleitet wird, für ein Rezital eingeladen worden. In ihrem Programm fanden sich neben Werken der Franzosen Olivier Messiaen, Daniel Lesur und André Jolivet und solchen osteuropäischer Komponisten auch Stücke von Alfred Schweizer („Die Glocken von Ligerz“ und „Greina“) Christian Giger („Musique bleue“) und Daniel Andres (Dialog für zwei Klaviere, Uraufführung).

Das Festival für Neue Musik Krakau ist eine wichtige  Plattform für Neue Musik. Zum siebzehnten Mal kamen dort an zwölf Tagen Orchester- und Chorwerke sowie Kammermusik zeitgenössischer Komponisten zur Aufführung.

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Muhai Tang wird neuer Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters

Der international renommierte Dirigent Muhai Tang tritt seinen Vertrag als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters (ZKO) auf Beginn der Saison 2006/07 an.

Dem Zürcher Kammerorchester, weltweit eines der besten Ensembles seiner Art, ist es gelungen, mit Muhai Tang einen Künstler zu verpflichten, der die erfolgreiche Entwicklung des Ensembles mit einer persönlichen Handschrift weiterführen wird. Muhai Tang tritt die Nachfolge von Howard Griffiths an, der dem ZKO noch bis Sommer 2006 in der selben Position vorsteht und zu diesem Zeitpunkt auf 10 erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit wird zurückblicken kann.

In der Geschichte des Zürcher Kammerorchesters waren die Beziehungen zu den Dirigenten stets besonders intensiv und langanhaltend. Der Gründer des Orchesters Edmond de Stoutz leitete das Ensemble 50 Jahre fast ausschliesslich alleine. Howard Griffiths lud zunehmend auch Gastdirigenten ein, stand dem ZKO aber selber auch für mindestens vierzig Konzerte jährlich zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund freut sich das ZKO ganz besonders, dass auch Muhai Tang bereit ist, einen wesentlichen Anteil der Konzerte selber zu dirigieren (mindestens 30 pro Saison).

Muhai Tang ist derzeit Chefdirigent der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Davor hatte er entsprechende Positionen beim Queensland Symphony Orchestra, beim Royal Philharmonic Orchestra of Flanders und dem Gulbenkian Orchester in Lissabon inne. Seine Karriere als beliebter Gastdirigent begann mit einem Engagement von Herbert von Karajan, welcher ihn bereits 1983 für ein Abonnementskonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. Seither dirigiert Muhai Tang regelmässig international führende Sinfonieorchester wie das London Philharmonic, das Gewandhaus-Orchester Leipzig, die Staatskapelle Dresden oder das San Francisco Symphony Orchestra und ist auch in seiner Heimat regelmässig Gast. Sein künstlerisches Profil ist ausgesprochen vielseitig: er pflegt ein breites Repertoire im Sinfonie- und Opernbereich und ist offen für musikalische Entdeckungen ganz unterschiedlicher stilistischer Bereiche. Seine CD-Aufnahme mit Gitarrenkonzerten von Tan Dun und Christopher Rouse mit Sharon Isbin für Warner wurde 2002 mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

Das ZKO hat mit Muhai Tang ganz bewusst einen Musiker an seine Spitze berufen, der nun zum ersten Mal einem Kammerorchester vorstehen wird. Es erhofft sich damit Impulse von einem universell erfahrenen Künstler, dem es neue musikalische Entfaltungsmöglichkeit bieten kann. Die gemeinsame Pflege und Weiterentwicklung des spezifischen Kammerorchesterrepertoires ist in diesem Kontext eine spannende künstlerische Reise fernab jeder Routine und ein Versprechen an das treue ZKO-Publikum, dem sich alle ZKO-Verantwortlichen in höchstem Masse verpflichtet fühlen.

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Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2008 .